Ein Bewerbungsmagazin von Gilbert Schwartmann
Marketing · Führung · Leidenschaft
Alnatura entdecken
Marketingmanager, Dozent und Langstreckenläufer aus Darmstadt
Gilbert Schwartmann ist Marketingmanager, Dozent und Langstreckenläufer aus Darmstadt. Wir haben ihn gefragt, was gutes Marketing ausmacht — und warum er sich bei Alnatura bewirbt.
Gilbert, was ist für dich gutes Marketing?
Gutes Marketing fängt nie beim Kanal an. Es fängt beim Menschen an — beim Kunden, beim Team, bei der Frage: Was brauchen die wirklich? Ich habe über 25 Jahre lang Technologien vermarktet, die erklärungsbedürftig waren. Da lernst du: Wenn du die Markenseele nicht verstehst, kannst du noch so viele Kampagnen schalten — es wird nicht ankommen.
Was reizt dich an Alnatura?
Alnatura ist keine Marke, die schreien muss. Alnatura hat eine Haltung, und diese Haltung zieht Menschen an. Das finde ich faszinierend — und selten. Die meisten Unternehmen versuchen, eine Haltung zu erfinden. Alnatura hat eine. Die Aufgabe ist, sie zu schützen und weiterzutragen, während das Unternehmen wächst. Das ist eine wunderschöne Marketingaufgabe.
Du unterrichtest an der Hochschule Marketing und Wirtschaftspsychologie. Was bringt das für den Alltag?
Enorm viel. Wer lehrt, muss Dinge auf den Punkt bringen. Ich unterrichte unter anderem, warum Menschen kaufen, wie Marken im Kopf funktionieren, was Vertrauen auslöst. Die Limbic Map, Neuromarketing, Konsumentenpsychologie — das ist kein akademischer Luxus, das ist Handwerkszeug für jeden Tag im Marketing. Und es hilft mir, Marketing nicht nur intuitiv zu betreiben, sondern fundiert zu denken.
60 Mitarbeitende in drei Ländern — wie führst du so ein Team?
Mit Vertrauen. Ich habe bei HBK in Dänemark und bei Netigate in Stockholm erlebt, wie skandinavische Führung funktioniert: weniger Hierarchie, mehr Eigenverantwortung, echtes Zuhören. Das hat mich geprägt. Ich glaube, das passt gut zu dem, was Alnatura eine Arbeitsgemeinschaft nennt.
Alnatura ist ja nicht nur B2C, sondern auch Handelspartner in tausenden Filialen. Liegt dir das?
Das wird oft übersehen, aber genau das finde ich spannend: Alnatura ist auch eine B2B-Marke. Ihr müsst Handelspartner überzeugen, Regalplätze verteidigen, gemeinsam Konzepte entwickeln. Das ist meine Welt seit 25 Jahren — Partnermarketing, Co-Marketing, Vertriebsunterstützung. Nur dass es hier um Dinkelkekse geht statt um Sensoren.
Und was hat das Laufen damit zu tun?
Alles. Wer Ultratrails läuft, lernt drei Dinge: Erstens, es geht immer weiter — auch wenn Kilometer 35 wehtut. Zweitens, alleine schafft man es nicht — das beste Team gewinnt. Und drittens: Das Ziel ist nicht die Ziellinie, sondern der Weg. Das gilt fürs Laufen und fürs Marketing.
Jetzt die Frage, die im Raum steht: Du kommst nicht aus dem FMCG-Bereich. Ist das ein Problem?
Ich glaube, es ist ein Vorteil. FMCG-Marketing denkt oft in Quartalen und Promotions. Ich denke in Markenaufbau, in Customer Journeys, in langfristiger Wirkung. Alnatura ist ja auch keine klassische FMCG-Marke — Alnatura ist eine Überzeugung. Und Überzeugungen kommuniziert man anders als Rabattaktionen. Außerdem: Bei Bobcat verantworte ich aktuell das Marketing für ein deutsches Filialnetz — nicht Bio, aber durchaus Retail. So fremd ist mir die Welt nicht.
"Alnatura hat eine Haltung, und diese Haltung zieht Menschen an. Die Aufgabe ist, sie zu schützen und weiterzutragen, während das Unternehmen wächst."
— Gilbert Schwartmann
Einfach genussvoll
Gute Teams sind wie gute Rezepte: Es braucht die richtigen Zutaten, die richtige Temperatur — und jemanden, der den Überblick behält, ohne ständig umzurühren.
Zutaten
Zubereitung
Bei Netigate habe ich regelmäßig Kreativworkshops veranstaltet, in denen Teams ihre Kampagnenideen wie bei einem Poetry Slam pitchen durften — kurz, leidenschaftlich, auf den Punkt. Das Ergebnis: Nicht die lauteste Idee gewinnt, sondern die, die alle mitreißt. Kreativität entsteht nicht im stillen Kämmerlein, sondern wenn Menschen sich trauen, halbfertige Gedanken laut auszusprechen.
Zutaten
Zubereitung
Menschen wollen wissen, was ihr Beitrag ist. Nicht als Kontrolle, sondern als Orientierung. In meinen Teams hat jeder und jede eine klare Rolle — und weiß, warum genau dieser Beitrag für das Gesamtergebnis zählt. Das gibt Sicherheit und Stolz. Und beides braucht ein Team, das wachsen will.
Zutaten
Zubereitung
Ich verstehe Führung nicht als Position, sondern als Dienstleistung am Team. Meine Aufgabe: Hindernisse wegräumen, Entwicklung ermöglichen, Richtung geben — ohne jeden Schritt vorzuschreiben. Bei HBK habe ich nach der Fusion agile Prozesse eingeführt, nicht als Methoden-Dogma, sondern als Haltung: Wir probieren, wir lernen, wir werden besser. Gemeinsam.
"Die beste Führungskraft ist die, die ihr Team so stark macht, dass es sie nicht mehr braucht."
— Gilbert Schwartmann
Aus unserem Sortiment
Gute Produkte sprechen für sich. Gute Kampagnen auch. Hier eine Auswahl aus über 25 Jahren — erprobt, bewährt, übertragbar.
Brand Repositioning
Erprobt bei: Netigate (Stockholm / Frankfurt)
Eine komplette Marke neu erzählt — weg von der technischen Software, hin zu einer Marke, die menschliche Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Neues Farbkonzept, inspiriert von der Vielfalt menschlicher Hautfarben. Markenwerte, die man spürt statt liest.
⭐ 100 % Haltung. Ohne Aromastoffe.
Content & Kundenbindung
Erprobt bei: Bobcat / HBM (Darmstadt)
Ein monatlicher Newsletter, der kein Werbeblatt ist, sondern echten Nutzen liefert. Abmeldequote unter 0,3 %. Die Leser verbinden Qualität mit dem Absender — und kaufen, wenn es soweit ist. Das Alnatura Magazin macht genau das.
⭐ Saisonal. Relevant. Vertrauensbildend.
Events & Erlebnisformate
Erprobt bei: Liferay / HBM
Kostenlose Workshops mit echtem Mehrwert. Messeauftritte, die nicht verkaufen, sondern ins Gespräch bringen. Ergebnis: Weiterempfehlungen, Vertrauen, langfristige Kundenbeziehungen. Marketing darf nicht nur digital denken.
⭐ Von Hand gemacht. Persönlich übergeben.
Sales-Marketing Alignment
Erprobt bei: Liferay
Für jeden Auftrag aus einem Marketing-Lead: ein selbstgebackener Kuchen. Donauwelle für Regensburg. After-Eight-Torte für das Unternehmen mit dem grünen Logo. Der Vertrieb war begeisterter als von jeder Provision.
⭐ Lieblingsstück. Aus eigener Herstellung.
Zu Besuch bei
Manchmal muss man erstmal aufräumen, bevor man ernten kann. Gilbert Schwartmann erzählt, wie er bei Bobcat aus einer echten Krise etwas Neues wachsen ließ.
Als Gilbert Anfang 2024 bei Bobcat Bensheim anfing — zuständig für das deutsche Niederlassungsnetz im Direktvertrieb von Bobcat EMEA — war die Lage ernster als erwartet. Minus 25 Prozent Rendite. Gescheiterte IT-Einführungen. Unzufriedene Kunden.
Anpacken — mit Fokus auf das Wesentliche
Gemeinsam mit dem neu eingesetzten Management begann Gilbert die Restrukturierung aus Marketingsicht: Eine klare Strategie entwickeln und implementieren, mit Fokus auf das Wesentliche. Website neu aufsetzen. Google Ads von Grund auf neu strukturieren. Kein Schnickschnack, sondern Grundlagen, die funktionieren.
Kulturarbeit — nicht nur Kampagnenarbeit
Was Gilbert nicht erwartet hatte: Es war auch eine Kulturaufgabe. Salesforce war zwar großflächig eingeführt, aber kaum jemand im Unternehmen arbeitete wirklich damit.
Wachsen — trotz allem
Heute ist die Situation eine andere: Die Profitabilitätszone ist erreicht. Das Marketingkonzept gilt als eines der stärksten der Branche. Die monatlichen Kampagnen sind zum Planungsfaktor für Vertrieb und Einkauf geworden. Der Google-Ads-Kanal liefert einen Return von 1:15 bis 1:20.
Vieles davon hat Gilbert hands-on selbst aufgebaut, mit Unterstützung externer Partner. Am Anfang wurde ihm ein Team versprochen. Das kam so nicht. Also hat er gemacht, was nötig war — selbst.
Gilbert Schwartmann arbeitet seit Januar 2024 als Marketing Analytics Manager bei Bobcat Bensheim. Nebenbei lehrt er Marketing und Wirtschaftspsychologie an der Rheinischen Hochschule Köln.
"Alleine kann man viel schaffen. Gemeinsam alles."
— Gilbert Schwartmann
Liebling des Monats
Am liebsten lang, am liebsten draußen
Jeden Monat stellen wir einen Liebling vor, der das Leben bereichert. Diesmal: kein Produkt, sondern eine Leidenschaft.
Seit
Über 10 Jahren
Lieblingsdistanz
Ultratrail
Bester Moment
Morgens um 5, allein auf dem Trail
Härtester Moment
Kilometer 35 beim 8-Stunden-Lauf
Was macht das Laufen mit dir, Gilbert?
Es sortiert mich. Auf einer langen Strecke fallen die unwichtigen Gedanken weg, und die wichtigen werden klarer. Die besten Ideen für Kampagnen hatte ich nicht am Schreibtisch, sondern auf dem Trail.
Und was hat Laufen mit Führung zu tun?
Sehr viel. Beim Laufen lernst du, dein eigenes Tempo zu finden — und das Tempo anderer zu respektieren. Du lernst, dass es Phasen gibt, in denen du pushen musst, und Phasen, in denen du loslassen musst. Und du lernst, dass die letzten Kilometer die ehrlichsten sind. Da zeigt sich, was wirklich in dir steckt.
Läufst du allein oder im Team?
Beides. Allein für die Klarheit. Im Team für die Energie. Meine schönsten Lauferlebnisse waren Gruppenläufe — wenn du merkst, dass die Stimmung das ganze Team trägt und jeder über sich hinauswächst. Das ist im Marketing genauso.
Dein Rat an Nicht-Läufer?
Einfach anfangen. Nicht mit dem Marathon, sondern mit den ersten zehn Minuten. Der Rest kommt von allein. Wie im Marketing: Der erste Schritt ist der wichtigste.
Erhältlich in Ihrem Alnatura Super Natur Markt 😉